Girotondo. Arthur Schnitzels Reigen als fotografischer Bilderzyklus.
Gemeinsam mit dem Fotografen Claudio Alessandri entsteht im September 2010 der Bildband Girotondo. Die gemäldeartigen Fotografien aus Arthur Schnitzler Reigen stehen in einem konstanten Zustand der Verhandlung von Subjektivität und sozialen Räumen, von Vergänglichkeit und immerwährender Wiederholung. Genau inmitten dieser Verhandlungen, in einer Zwischenwelt fängt der Fotograf die Zeitmomente ein.
Die Schauspielerin Eva Herzig schlüpft dabei in gleich sechs verschiedenen Rollen und kreiert sechs Figuren, die genau dieser Zwischenwelt innewohnen. Die Dirne in einem intimen Augenblick zwischen ihren Arbeitsstunden, der Soldat verletzlich vor dem Kriegseinzug, die Schauspielerin reflektierend vor ihrem Bühnenauftritt….
Der Fotograph verzichtet dabei gänzlich auf digitale Farbreflexe. Sämtliche visuelle Effekte erarbeitet der Künstler mit haptischen Materialien wie Muranoglas und Glasscherben.